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Osteopathie bei Hunden -
unser Konzept

Entstehung der Osteopathie für Hunde
Ganzheitlichkeit

Partnerschaftliche Zusammenarbeit und ergänzende Therapien
Bei der Therapie von orthopädischen und neurologischen Erkrankungen, die sich in unterschiedlich ausgeprägten Bewegungsstörungen manifestieren, stellt die Osteopathie, neben der Physiotherapie und der physikalischen Therapie, eine äußerst wirksame Therapieform dar. Die Osteopathie und Physiotherapie umfassen ein breites Spektrum an Behandlungstechniken und -möglichkeiten.
In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die Lebenserwartung eines Patienten deutlich steigt, wenn ihm nach einem operativen Eingriff wegen einer Erkrankung des Bewegungsapparats eine fachgerechte Physiotherapie und/oder physikalische Therapie zuteil wird. Diese therapeutischen Methoden lindern Schmerzen und verkürzen die Rekonvaleszenzphase. Die Funktionsfähigkeit von Muskulatur und Gelenken sowie der dazugehörigen Strukturen wird verbessert, erhalten und wiederhergestellt. Des Weiteren ist durch die Osteopathie eine wirksame Behandlung und Mobilisierung innerer Organe möglich.
Diesem Erfolg ist es zu verdanken, dass die Hundeosteopathie und die Hundephysiotherapie als ergänzende Therapiemaßnahme in den letzten Jahren zunehmendes Interesse bei Tierärzten, Universitäten und Patientenbesitzern gewonnen hat.

Anschaulicher Unterricht
Um die osteopathischen Untersuchungs- und Behandlungstechniken korrekt und zum Wohl des Hundes einsetzen zu können, sind fundierte Kenntnisse der Anatomie, Biomechanik, Physio- und Neurologie eine wichtige Voraussetzung. Unsere Ausstattung mit in einer Lösung fixierten anatomischen Präparaten versetzt uns in die Lage, Ihnen einen besonders anschaulichen und lebendigen Anatomieunterricht anzubieten.

In den Unterpunkten finden Sie Hintergrundwissen zur Osteopathie bei Hunden. Wir erläutern wie eine Hundeosteopathin / ein Hundeosteopath behandelt, und wann eine Behandlung in Betracht gezogen werden kann. Auch finden Sie Informationen, wie die Osteopathie entstanden ist, und welche wichtigen Prinzipien die Osteopathie bestimmen.

Entstehung

Frühe Anfänge
Erste Zeugnisse über Versuche, Schmerzen und Krankheiten mit Hilfe spezieller Handgriffe zu lindern und zu heilen, sind bereits über 5000 Jahre alt. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei der Osteopathie um eine relativ junge Form der manuellen Medizin, die von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still im 19. Jahrhundert entwickelt wurde.
Unzufrieden mit den Erfolgen der damaligen Medizin begann er, seine Patienten auf Bewegungseinschränkungen, Durchblutungsstörungen und Veränderungen der Bindegewebsspannung zu untersuchen. Er behandelte diese Veränderungen mit Hilfe seiner Hände und wählte den Begriff „Osteopathie“ (Griechisch: „Os“ = Knochen, „Pathos“ = Leiden) für diese Art der Therapie. Der Begriff „Osteopathie“ ist jedoch etwas irreführend, da es sich bei der Behandlung nicht um eine Knochenkrankheit, sondern eine Therapieform handelt – aus diesem Grunde hat man die Berufsbezeichnung geändert und spricht nun nicht mehr von „Osteopathen“ sondern „Osteotherapeuten“ – der Begriff „Osteopathie“ wurde jedoch beibehalten.

Hundeosteopathie und Pferdeosteopathie
Während die Osteopathie beim Menschen so auf eine über 100jährige Vergangenheit zurückblickt, kam sie bei Tieren erstmalig in den 70er Jahren zur Anwendung. Dabei konzentrierte man sich zunächst auf das Pferd; aber auch im Kleintierbereich kommt die Osteopathie mittlerweile immer häufiger zur Anwendung. Die Mechanismen, die bei der Entstehung von Bewegungsstörungen eine Rolle spielen, sowie die Möglichkeiten, diese durch eine osteopathische Behandlung zu lindern, sind auch beim Hund dieselben, wie bei Mensch und Pferd.

In Deutschland bietet das DIPO seit 1997 Weiterbildungsgänge für Humanphysiotherapeuten, Ärzte und Tierärzte zum DIPO–Pferdeosteotherapeuten an. 2005 wurde das Angebot um die Weiterbildung zum DIPO-Hundeosteotherapeuten erweitert.

Ganzheitlichkeit

Die Osteopathie ist eine ganzheitliche Therapieform, bei der nicht nur ein einzelnes Symptom im Vordergrund steht, sondern der Patient als Ganzes wahrgenommen wird. Eine osteopathische Untersuchung umfasst daher immer das Abtasten des gesamten Körpers mit all seinen dazugehörigen Strukturen wie Knochen, Gelenken und Muskeln – beim Hund, der nur eine relativ dünne Bauchdecke hat, können zudem auch die inneren Organe durch die Bauchwand hindurch untersucht werden. Die Behandlung setzt dann nicht nur an einer Stelle, sondern überall dort an, wo Fehlspannungen und Bewegungseinschränkungen vorhanden sind.
So kann ein Hund beispielsweise aufgrund von Rückenschmerzen vorgestellt werden, welche sich aber als Folge einer alten Knieverletzung durch eine Schon- und Vermeidungshaltung entwickelt haben. Mit Hilfe der osteopathischen Untersuchung werden alle beteiligten Strukturen abgetastet und anschließend entsprechend behandelt.

Das Prinzip der Ganzheitlichkeit beinhaltet aber auch, dass nicht nur körperliche Beschwerden untersucht und behandelt werden. Das Individuum wird als Einheit aus Körper, Seele und Geist begriffen, in welcher alle Anteile im Gleichgewicht sein müssen. Kommt es z.B. zu psychischem Stress (z.B. durch Besitzerwechsel, Einzug eines zweiten Hundes oder ähnliches) kann sich dies auch negativ auf die körperliche Ebene auswirken. Alle diese Aspekte werden daher in der Untersuchung berücksichtigt und in die Behandlung mit einbezogen.

Die osteopathischen Systeme
Die drei osteopathischen Systeme umfassen
1. das parietale oder muskulo-skelettale System (Knochen, Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder)
2. das viszerale System (innere Organe, deren Gefäß- und Nervenversorgung sowie deren bindegewebige Hüllen und Aufhängesysteme)
3. das kranio-sakrale System (Schädel und Gehirn; Rückenmark, Kreuzbein, sowie Hirn- und Rückenmarkshäute).
Während seit Begründung der Osteopathie durch Dr. Andrew Taylor Still bereits das Augenmerk auf Bewegungsstörungen, also Störungen im muskulo-skelettalen System, sowie auf Einschränkungen der Funktion und Beweglichkeit der inneren Organe (viszerales System) gelegt wurde, wurden die Grundlagen der kranio-sakralen Therapie erst in den 1920er Jahren entdeckt: Der Schädel bildet nicht nur die knöcherne Kapsel, in der sich das Gehirn befindet, sondern steht über das Rückenmark und die Verbindung der Hirn- und Rückenmarkshäute auch mit dem Kreuzbein in Kontakt. Fehlstellungen des Kreuzbeines können daher zu sehr weitreichenden Beeinträchtigungen des Tieres führen und auch dessen Verhalten negativ beeinflussen. Durch die kranio-sakrale Therapie werden Fehlstellungen und Spannungszustände in diesem System wieder normalisiert.

Die holistischen Systeme
Grundlage des ganzheitlichen Behandlungsprinzips sowie Grundlage der osteopathischen Systeme sind die drei holistischen oder ganzheitlichen Systeme. Diese umfassen 1. das Gefäßsystem (Blut- und Lymphgefäße) 2. das Fasziensystem (Bindegewebe, welches Muskeln, Nerven und Gefäße umgibt) 3. das Nervensystem.
Allen drei Systemen ist gemein, dass sie den Körper wie ein feines Netzwerk durchziehen und so jeden beliebigen Körperteil mit allen anderen Regionen des Körpers verbinden. Auf diese Weise wird verständlich, warum ein offensichtlich erkrankter Körperteil nicht isoliert betrachtet werden kann, da er über die drei holistischen Systeme immer auch Einfluss auf den Rest des Körpers nimmt.
Dieses Prinzip erkannte bereits Dr. Andrew Taylor Still und betonte die Bedeutung des Gefäßsystems durch die „arterielle Regel“. Für die einwandfreie Funktion eines Organs oder Gewebes ist eine optimale Durchblutung notwendig. Diese kann z.B. dann eingeschränkt sein, wenn kleine Blutgefäße durch Muskelverspannungen zusammengedrückt werden. Das Lösen solcher Verspannungen führt also nicht nur zu einer Schmerzreduktion, sondern auch zu einer verbesserten Gewebsdurchblutung, welche wiederum die Ernährung und Versorgung mit Sauerstoff auf der einen, und den Abtransport von Abbauprodukten auf der anderen Seite gewährleistet.

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