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Schädel Pferd Erläuterung
Osteopathischer Handgriff
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Schädel Pferd Erläuterung
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Osteopathischer Handgriff

Wie sieht eine osteopathische Behandlung aus?

Ausführliche Untersuchung
Der osteopathischen Behandlung geht immer eine sehr genaue Untersuchung des gesamten Patienten voraus, bei der die Beweglichkeit jedes einzelnen Gelenkes genau geprüft wird. Neben den Gelenken der Gliedmaßen kommt den Gelenken der Wirbelsäule eine große Bedeutung zu: Die Wirbelsäule stellt die zentrale Körperachse dar und zwischen den einzelnen Wirbeln verlassen Nerven das Rückenmark – kommt es in diesem Bereich zu Bewegungseinschränkungen, so wird oftmals auch die Nervenfunktion mit beeinträchtigt. Darüber hinaus führt eine Bewegungseinschränkung oder Blockade in einem Bereich des Körpers nicht selten auch zu veränderten Bewegungsabläufen in anderen Körperbereichen, so dass immer der ganze Patient untersucht wird, um die eigentliche Ursache des Problems ausfindig zu machen.

Ziel der Untersuchung ist es also, Bewegungseinschränkungen aufzufinden und mit verschiedenen Techniken, die ausschließlich mit den Händen ausgeführt werden, zu lösen. Dadurch kann der Bewegungsspielraum des Gelenkes wieder vergrößert und der Bewegungsablauf des Hundes normalisiert werden.
Hierfür ist nicht nur das entsprechende „Fingerspitzengefühl“ Voraussetzung, der Osteotherapeut muss außerdem über genaueste Kenntnisse der Anatomie und Biomechanik des Hundes verfügen. Da die Bezeichnung „Osteopath“ in Deutschland bisher nicht geschützt ist, sollten Sie sich vorab unbedingt über die Qualifikation des Therapeuten informieren. Eine Liste mit im DIPO ausgebildeten Therapeuten finden Sie in unserer Therapeutenliste.

Falsche Begriffe – falsches Verständnis
Auch wenn eine osteopathische Behandlung landläufig manchmal als „Einrenken“ bezeichnet wird, ist dieser Begriff falsch: Eine Gelenkblockade wird z.B. durch Muskelverspannungen oder Bindegewebsverkürzungen verursacht – sie hat jedoch nichts mit einem „ausgerenkten“ Gelenk zu tun. Kommt es z.B. durch einen Autounfall zu einem Auskugeln des Hüftgelenkes (medizinisch: Luxation), so ist dies kein Fall für eine sofortige osteopathische Behandlung, sondern erfordert in den allermeisten Fällen zunächst eine Operation! Im weiteren Heilungsverlauf können jedoch die Osteopathie, sowie auch die Physiotherapie dazu beitragen, dass sich der Hund schneller wieder erholt und bleibende Schäden vermieden werden.

Sie sollten beachten, dass ihr Hund vor einer Behandlung eine min. dreistündige Nahrungskarenz eingehalten hat. Nach der Behandlung sollte er ausreichend Gelegenheit erhalten, sich eine Weile frei zu bewegen. Dies ist besonders dann wichtig, wenn Sie mit Ihrem Hund eine weitere Strecke im Auto fahren müssen – geben Sie ihm Gelegenheit, sich auf einem kurzen Spaziergang ein wenig zu bewegen, bevor Sie die Rückreise antreten. Zwei Tage lang nach der Behandlung sollte Ihr Hund nicht auf Turnieren starten und auch keinen starken körperlichen Trainingsbelastungen ausgesetzt werden, da sein Körper Zeit benötigt, um sich auf das veränderte Bewegungsgefühl einzustellen.

Nicht zuletzt sind auch Besitzer oder Trainer in die Behandlung mit eingebunden. Der Osteotherapeut klärt sie über einen gesundheitsfördernden Umgang mit dem Hund auf. Denn regelmäßig durchgeführte Übungen unterstützen den Heilungsprozess.

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